Wussten Sie schon? Arbeiten mit Recodes IV – Unterstützung der Auswertung

recodes

In Teil IV der Recode-Serie geht es um Möglichkeiten, mit Hilft von Recodes die Auswertung der Daten zu unterstützen.

Nach Abschluss der Befragung können die erfassten Daten in verschiedene Formate exportiert werden. Die Exportdateien können bereits erste Auszählungen und Charts enthalten. Basierend auf den Rohdaten lassen sich zudem detaillierte Auswertungen durchführen. Dabei liegen die Daten natürlich nicht zwangsläufig in dem Format vor, welches für eine konkrete Auswertung am praktischsten wäre. Oft sind Daten enthalten, die vor der weiteren Verarbeitung noch umgeformt werden müssen. In der Regel ist das nachträgliche Umformen während der Auswertung kein großes Problem. Mit passenden Recodes lassen sich mache Schritte jedoch schon vorab erledigen; zudem können aussagekräftige Recode-Variablen dem Auswerter dabei helfen, sich im Datensatz zurechtzufinden.

Nachfolgend sollen dazu folgende Themen genauer betrachtet werden:

  1. Recodes und Charts
  2. Komfort bei der Auswertung
  3. Lesbarkeit des Datensatzes

Recodes und Charts

Im Exavo SurveyStudio kann der Excel-Export so eingestellt werden, dass zusätzlich zu den Rohdaten automatisch ein Blatt mit Balkendiagrammen hinzugefügt wird. Für viele Zwecke reichen diese Diagramme bereits aus. Die Übersicht enthält alle ‚chart-tauglichen‘ Fragen des Projekts. Zusätzlich dazu werden auch für Recode-Fragen Charts erstellt. Dadurch ist es möglich, der Seite weitere Charts hinzuzufügen, die auf individuellen Recodes basieren. Diese sind dann automatisch Teil eines jeden Excel-Exports und müssen nicht manuell vom Auswerter erstellt werden.

In der folgenden Beispielbefragung werden die Teilnehmer am Anfang zu Alter und Geschlecht befragt. Die Frage nach dem Geschlecht verfügt über die Antwortoptionen weiblich und männlich, die Frage zum Alter lässt folgende Antwortmöglichkeiten zu: unter 18, 18 bis 60, über 60. In der Exportdatei der Befragung werden daher folgende Diagramme automatisch angelegt:
g

a

Um einen detaillierteren Einblick in die Verteilung über die bisherigen Interviews zu erhalten, wird eine zusätzliche Recode-Frage auf einer nachgelagerten ControlPage verwendet. Diese Frage enthält für jede Antwort-Kombination der Vorfragen ein Item, welches mit entsprechenden Recode-Bedingungen versehen ist.

gaga

Beim Export wird auch für diese Frage, die für den Teilnehmer unsichtbar im Hintergrund ausgefüllt wurde, ein Diagramm angelegt:

ag

Diese Methode lässt sich auf unterschiedlichste Anwendungsfälle übertragen. Solange die Daten einer Recode-Frage exportiert werden, wird auf dem Chart-Blatt auch ein entsprechendes Diagramm angelegt. Dasselbe gilt im Übrigen auch für die interne Auswertungsansicht des SurveyStudios, in der eine Frage mit Hilfe unterschiedlicher Diagrammtypen visualisiert werden kann.

Komfort bei der Auswertung

Recode-Fragen unterscheiden sich aus Datensatzsicht nicht von normalen Fragen. In beiden Fällen werden dieselben Variablenstrukturen/Spalten angelegt. Recodes können daher genutzt werden, um Variablen, die bei der Auswertung helfen können, bereits vorab anzulegen. Im obigen Beispiel findet sich im Datensatz die zusätzliche Variable ga (Alter/Geschlecht gekreuzt), welche den Wert des Einfachauswahl-Recodes enthält. Ein Datenfilter kann sich nun einfach auf dieser Variable beziehen, anstatt selbst mehrere Fragen (a und g) verknüpfen zu müssen. Im vorliegenden Fall ist der Vorteil nicht all zu groß, da der Recode nur wenige Bedingungen zusammenfasst. Bei komplexeren Zusammenhängen (z.B. Recodes mit hunderten von Bedingungen) ist der Gewinn hingegen offensichtlich.

Lesbarkeit des Datensatzes

Recodes können helfen, Fragebögen zu strukturieren und komplizierte Zusammenhänge leichter erfassbar zu machen. So ist es z.B. einfacher, einen Teilnehmer als „Verwender“ zu betrachten, als sich jederzeit all der (womöglich komplexen) Kriterien bewusst zu sein, die ihn letztlich zu einem „Verwender“ machen. In Chunks lässt es sich einfach besser denken.

Auch ein Datensatz mit klaren Benennungen, sinnvollen Hilfsvariablen und wenig unnötigen Informationen lässt sich leichter erfassen und verarbeiten. Oft existieren viele Fragen nur, um die Teilnehmer z.B. Kategorien zuordnen zu können. Eine Mehrfachauswahl mit 100 Produkten dient dabei vielleicht ausschließlich dem Zweck die Teilnehmer drei Kategorien zuzuordnen. Wird diese Zuordnung per Recode in einer Variable abgelegt, so lässt sich der Datensatz sehr leicht lesen. Wenn die Ursprungsfrage ansonsten nicht weiter benötigt wird, kann diese sogar vom Export ausgeschlossen werden. Der Datensatz würde in diesem Beispiel gleich um bis zu 100 Spalten schlanker werden.

Weitere Artikel unserer Recode-Serie finden Sie hier: alle Artikel anzeigen.

Falls Sie noch Fragen zu den hier betrachteten Themen haben sollten, zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren. Weitere Informationen zu Recodes und Exportdateien finden Sie natürlich auch in unserem Handbuch.

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